Hepatitis Tagebuch - Gruppe Hamm

Gruppenmitglieder berichten auf diesen Seiten von unseren Veranstaltungen.

Gründung der Hepatitis Gruppe

Am 20. März 2004 fand im Marien-Hospital Hamm ein Arzt-Patiententag mit dem Thema „Hepatitis B und C“ statt.

Herr Dr. med. Peter Rohde und Herr Dr. med. Josef-Peter Schmidt vom Marienhospital in Hamm sowie Herr Dr. med. Helmut Walter als niedergelassener Arzt referierten über verschiedene Themen aus dem Bereich der Lebererkrankungen.
Zu „Auswirkungen einer Hepatitis auf das Berufsleben“ gab Dr. med. Frank Renken vom Gesundheitsamt Bochum ausführliche Informationen.

Im Anschluss an die Vorträge war eine Fragestunde angesetzt. Von dieser  Gelegenheit, im Gremium alle seine Fragen los zu werden, wurde von den ca. 45 Teilnehmern rege Gebrauch gemacht. Erfreut zeigten sich die vielen Ratsuchenden über die Möglichkeit, auch mit den Ärzten ausgiebig und unter vier Augen - ohne Zeitdruck – persönliche Probleme einer Hepatitis Erkrankung zu erörtern. Viele Menschen gingen anschließend mit der Gewissheit nach Hause, dass hier ein Ort war, an dem man sich Informationen und Hilfe holen kann.

Während der Veranstaltung wurde das Angebot gemacht, in Hamm eine Hepatitis Selbsthilfegruppe aufzubauen. 14 Personen trugen sich spontan in die bereit gelegte Liste ein. Dies zeigte die Notwendigkeit einer Gruppe “Hamm” für Hepatitis Erkrankte.
Herr Dr. med. Rohde besorgte uns einen Raum im Marienhospital an der Nassauer Str. ein und Frau Husemann unterstütze uns für ein Jahr mit Getränken, da bekanntlich mit trockener Kehle nicht gut über Probleme zu sprechen ist.

Nach den entsprechenden Vorbereitungen fand am 06. Mai 2004 im Beisein von Herrn Dr. Rohde und Frau Dirks als Ansprechpartnerin der Kontakt und  Informationsstelle für Selbsthilfegruppen in Hamm die Gründungsversammlung statt. Über die Zahl von 10 Gründungsmitgliedern waren wir sehr erfreut.

Finanzielle Unterstützung erfuhren wir schnell durch die AOK mit einem Gründungsbeitrag, mit dem wir sorgsam umgehen mussten.

In Herrn Dr. Rohde und Herrn Dr. Schmidt haben wir jederzeit einen Ansprechpartner in medizinischen Fragen, was wir gern und oft annehmen. Dafür sind wir sehr dankbar.

Im Dezember 2004

Fortan treffen wir uns an jedem ersten Donnerstag im Monat. Einige Gründungsmitglieder sind uns bis heute treu geblieben. Es ist ein Kommen und Gehen. Manche brauchen nur kurzfristig Informationen und kommen dann nicht wieder. Jedoch die meisten Menschen wissen den Halt und die Unterstützung einer Selbsthilfegruppe besonders während einer Therapie wohl zu schätzen und sind regelmäßige Teilnehmer an den Gruppenabenden. Wir können immer wieder neue Hilfesuchende in unsere Mitte aufnehmen. Z. Zt. Treffen sich donnerstags ca. acht Personen.

Margret Budde

 

Der 1. Geburtstag am 12. Mai 2004

Da wir uns schon nach einem Jahr als eine eingeschworene Gruppe fühlten, die durch die vielen Probleme “zusammengeschweißt” war, überlegten wir, ob wir die erste Wiederkehr des Gründungstages nicht mit einem gemütlichen Essen feiern sollten. Sofort waren alle damit einverstanden.

Wir suchten das gemütliche Restaurant “Hagedorn” in Bockum-Hövel aus. Dort war für uns ein liebevoll gedeckter Tisch in einem separaten Raum reserviert. Frau Husemann verbrachte den gemütlichen Abend mit uns. Leider musste Herr Dr. Rohde in letzter Minute wegen eines plötzlichen Notfalles absagen. Schade! Auch ihn hätten wir gern an unserem 1. Geburtstag in unserer Runde gesehen.

Als Gäste hatten wir einige Teilnehmer der Gruppe Unna eingeladen. Der Redakteur der hauseigenen Zeitschrift “Die Klinik“ des Marien-Hospitals Hamm weilte lange bei uns und berichtete anschließend in der Zeitschrift darüber.

Hier der Artikel.

Margret Budde


Weiterbildungsseminar in Billerbeck 2006

Der Verein Hepatitis Hilfe in Unna bot uns ein Weiterbildungsseminar zusammen mit den anderen beiden Gruppen aus Soest und Unna an. Wir überlegten nicht lange und meldeten uns sofort an, denn wir wussten, dass für alle zusammen nur 18 Plätze zur Verfügung standen.

In Kleingruppen im Pkw machten wir uns auf den Weg und trafen uns vor dem Hotel „Weißenburg“ in den Baumbergen wieder. Dort lernten wir auch die Teilnehmer aus der Gruppe Soest kennen. Schon nach wenigen Minuten waren wir uns nicht mehr fremd. Hatten wir doch alle ähnliche Probleme, nämlich die im Umgang mit unserer Krankheit.

Nicht nur Krankheitsprobleme, nein auch der ganz normale Umgang mit Konflikten im Alltag eines jeden Menschen kam zur Sprache. Hier war jeder angesprochen. Nur durch die rege Teilnahme jedes Einzelnen wurde das Wochenende zu einem Erfolg. Wir wurden richtig gefordert. Aber das tat auch gut. Am Ende der zwei Tage waren wir uns alle einig: so etwas möchten wir noch einmal wiederholen.

Margret Budde


Fahrt einiger Gruppenmitglieder nach Duhnen

Im Winter 2006 berieten wir, welche gemeinsame Aktion wir machen könnten. Meistens scheiterte die Duchführung einer Fahrt daran, dass der angesagte Termin nicht für alle möglich war. So haben wir dann gemeinsam geplant – ganz egal was komme – im Mai 2007 nach Duhnen zu fahren.

Eine wunderbare Ferienwohnung direkt am Strand wurde festgemacht. Das Schwimmbad im Hause und die Nähe zur Fußgängerzone machten das Angebot für uns schmackhaft. Leider konnten letztendlich nur 3 Personen mitfahren. Das entmutigte uns aber nicht. 

Rasch waren die einzelnen Gepäckstücke am Morgen des 30. Aprils verstaut. So machten wir uns zu dritt  um ½ 10 Uhr mit dem PKW auf den Weg, und die Fahrt ging von Werne aus gemeinsam los.

Über die Autobahn war die Strecke von ca 330 km schnell zu schaffen. Wir drei freuten uns auf die gemeinsame Reise. Keinerkei Bedenken bestanden. Unter munteren Gesprächen nahten wir dem Ziel. Nach ca. 200 km musste doch endlich ein Hinweis auf Cuxhaven stehen. Da kam eine Umleitung, der wir notwendigerweise folgen mussten. Das nächste Hinweisschild hieß: bis Hamburg 150 km. Wir schauten auf die Karte und stellten fest, dass wir ein wenig zu lange auf der A1 gefahren waren und irgendwie durch die intensiven Gespräche nicht die richtige Abfahrt genommen hatten. Also fuhren wir froh gelaunt ein Stück zurück und nahmen den richtigen Kurs auf Cuxhaven.

Zwei kurze Pausen haben wir eingelegt und kamen dann zu Mittag in Duhnen an. Um halb 2 Uhr fuhren wir schließlich mit dem Vermieter zur Wohnung.
Was waren wir erstaunt. Eine schöne große Wohnung mit einem großen Wohnzimmer, einer Küche und drei Schlafzimmern. Aus dem Wohnzimmer schauten wir direkt in die Fußgängerzone. Unter uns befand sich ein Eiscafe, in dem bei herrlichem Wetter die Urlaubsgäste ihr Eis schleckten.  
Uns lief das Wasser im Munde zusammen.

Schnell räumten wir unsere Sachen aus dem Auto und bezogen unsere Zimmer. Wir hatten verabredet, uns etwas auszuruhen, bevor wir die Stadt erkunden wollten.
Nach geraumer Zeit machten wir uns auf den Weg nach unten. Natürlich mussten wir uns erst einmal stärken mit einem leckeren Eis. Dann ging es an den Strand, zu dem man nur an der anderen Seite des Hauses aus der Tür gehen musste, um dorthin zu gelangen. Herrlich diese Weite des Wassers!

Jeden Tag haben wir uns den Wind um die Nase blasen lassen. Die herlliche Luft mussten wir ausnutzen.
Morgens brachte uns das gemeinsame Frühstück in Schwung, um dann tagsüber auch einige Runden im schönen hauseigenen Schwimmbad zu drehen. Da wir alles gemeinsam machten auch das Essenzubereiten, hatten wir viele gemeinsame Stunden. Jedoch hat bei jedem von uns auch ein Spaziergang einsam am Strand seine gute Wirkung getan.
Viel zu schnell kam der Sonntag, dass wir wieder Abschied nehmen mussten, nicht ohne zu sagen: das wiederholen wir noch einmal.

Margret Budde