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Hepatitiden A und D - G
Hepatitis A
Die Erreger der Hepatitis A - oder auch Reisehepatitis - gelangt vornehmlich über den Mund in den Körper - etwa durch verunreinigtes Wasser, Getränke oder Nahrungsmittel. Meeresfrüchte wie Austern und Muscheln sind besonders gefährlich. Auch enger Kontakt mit Infizierten, zum Beispiel die gemeinsame Benutzung von Essbesteck, Geschirr, Handtüchern oder Toilette, begünstigt eine Infektion. Gefährdet sind vor allem Reisende in Länder mit geringer Hygiene, wo die Hepatitis A neben Malaria und der Hepatitis B eine der häufigsten lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten ist.
Die Hepatitis A heilt nach einer Krankheitsdauer von etwa 4 bis 6 Wochen in der Regel spontan aus. Nur selten kommt es zu schweren und tödlichen Krankheitsverläufen. Wer einmal eine Hepatitis A hatte, bleibt sein Leben lang dagegen immun.
Hepatitis D
In Südamerika, dem Nahen Osten und im Mittelmeerraum findet sie sich relativ häufig. Das Hepatitis D-Virus benötigt die Hülle des Hepatitis B-Virus um sich zu vermehren. Daher stellt eine Hepatitis D-Infektion nur für Träger des Hepatitis B-Virus eine Gefahr dar. Die Folge ist ein schwererer Verlauf und ein schnelleres Fortschreiten der Hepatitis B.
Als sicherste Prophylaxe gegen die Hepatitis D gilt die Hepatitis B-Impfung.
Hepatitis E
Die Infektion mit dem Hepatitis E-Virus erfolgt wie bei dem Hepatitis A-Virus fäkal-oral. Reiseinfektionen mit dem Hepatitis E-Virus sind jedoch seltener. Der Verlauf entspricht dem der Hepatitis A-Erkrankung. Eine Ausnahme bilden schwangere Frauen zum Ende der Schwangerschaft. Bei einer Infektion in dieser Schwangerschaftsphase beträgt die Mortalität 20%.
Hepatitis E spielt in Deutschland eine geringe Rolle. Eine passive Immunisierung ist bisher nicht möglich.
Hepatitis F
Indische Wissenschaftler haben das Hepatitis F-Virus entdeckt, das ebenso eine Entzündung der Leber hervorruft. Das Hepatitis F-Virus spielt in Deutschland aber keine größere Rolle.
Hepatitis G
Das Hepatitis G-Virus (HGV) ist mit dem C-Virus verwandt. Etwa 1-2% der Bevölkerung sind Träger des Hepatitis G-Virus. So sind ca. 10% der Hepatitis B Betroffenen und ca. 20% der Hepatitis C Betroffenen mit dem Hepatitis G-Virus koinfiziert. Eine Chronifizierung der Hepatitis G ist möglich. Eine Impfung existiert bisher nicht.
